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"It
was a wonderful experience with the German youth
there in Duisburg, and now we want to see them here
in the Philippines soon." "Es war eine tolle
Erfahrung mit den Deutschen Jugendlichen in Duisburg,
und jetzt möchten wir sie gerne bald hier in den Philippinen
sehen."
Das sagten fünf philippinische Jugendliche vor ihrer
Synode in San Pablo, gerade glücklich und begeistert
zurückgekehrt von ihrer Besuchsreise in Duisburg. Drei
Wochen lang hatten sie auf Einladung des Ev. Kirchenkreises
Duisburg-Süd unsere Stadt besucht und sich gemeinsam
mit Duisburger Jugendlichen Schulen, Evangelische Kindergärten,
Krankenhäuser, den Straßenkindertreff pro Kids der Diakonie,
die Bahnhofsmission und vieles andere mehr angeschaut.
Dabei ging es um die Frage: Wie funktionieren Gesundheitswesen,
Bildung und bürgerschaftliches Engagement in Deutschland
und in den Philippinen, was trennt uns, aber vor allem,
was verbindet uns?
Daneben war natürlich auch viel Raum für Freizeitprogramm
und Diskobesuche. Die philippinischen Gäste waren immer
wieder erstaunt, was in Deutschland alles zur Verfügung
gestellt wird vom kostenfreien Gymnasiumsbesuch über
medizinische Spezialkliniken bis hin zu gut ausgebauten
Straßen. Ebenso staunten sie darüber, dass es die Pflichtkrankenkassen
gibt, dass wir einfach mit 10 Euro zum Arzt gehen
können, und dass wir nicht vorher alle Verwandten
und Bekannten abklappern müssen um Geld für die Behandlung
zusammen zu betteln.
Sie wunderten sich allerdings über die wenigen Jugendlichen
in vielen Gottesdiensten und über die Vereinzelung in
den Familien. Die Teilnehmerin Precious Pascua (22):
"Warum wohnen so viele Deutsche für sich, ganz
allein in einer Wohnung, getrennt von der Familie, und
wundern sich dann, dass sie so einsam sind?"
Von den Duisburger Jugendlichen waren mehrere überrascht,
dass unsere Gäste so respektvoll im Umgang waren (Mrs,
may I interrupt you? Reverend, may I ask a question?-)
Meine Dame, darf ich kurz unterbrechen, Herr Pfarrer,
darf ich eine Frage stellen).
Insgesamt war es ein Besuch voller Austausch, unzähliger
Fragen und Antworten nach kulturellen Besonderheiten.
Er hat viele Jugendliche zusammengeführt, es sind neue
Freundschaften entstanden. Denn bei aller Verschiedenheit
ist vielen Jugendlichen deutlich geworden: Die sind
ähnlich wie wir, hören ähnliche Musik, haben ähnliche
Freizeitbeschäftigungen und auch ähnliche Träume wie
wir. Der evangelische Kirchenkreis Duisburg-Süd wird
den Austausch mit den philippinischen Jugendlichen weiter
fortsetzen und die ökumenischen Lernerfahrungen vertiefen.
Die Southern Tagalog Conference der United Church
of Christ in the Philippines
Die Philippinen sind ein südostasiatischer Inselstaat,
zwischen Taiwan, China, Indonesien, Malaysia und dem
pazifischen Ozean in der tropischen Klimazone gelegen,
von der Fläche und der Einwohnerzahl her in etwa gleich
groß wie Deutschland. 1521 bis 1898 waren sie spanische
Kolonie, 1898 bis 1946 US-amerikanische und 1946 wurden
sie unabhängig. Die Bevölkerung ist malaiischen Ursprungs
ebenso wie die meisten der vielen philippinischen Sprachen.
Unter ihnen nimmt das Tagalog (Filipino), die Sprache
der Hauptstadt Manila, eine Sonderstellung als Staatssprache
ein. Verkehrssprache ist außerdem Englisch, das von
den meisten Menschen, die längere Zeit eine Schule besucht
haben, verstanden und häufig auch gesprochen wird. Die
Bevölkerung hat einen ganz geringen Anteil von Naturreligionen,
ansonsten ist sie zu 85% römisch-katholisch, zu 5% muslimisch
und zu 6% protestantisch/evangelisch. Die allermeisten
dieser 6% Protestanten gehören zur United Church of
Christ in the Philippines (UCCP). Diese ist im ganzen
Land vertreten und in viele Kirchenkreise (Conferences)
aufgeteilt.
Eine dieser Conferences ist Partnerkirchenkreis des
Ev. Kirchenkreises Duisburg Süd - die Southern Tagalog
Conference (STC). Die STC liegt im Süden der nördlichen
Hauptinsel Luzon und beginnt etwa 80 km südlich der
Hauptstadt Manila. Sie zieht sich über ca. 150 km an
der Südküste entlang und umfasst neben den drei Großstädten
Batangas, San Pablo und Lucena auch etliche Kleinstädte,
Dörfer sowie die extrem abgelegene Bondoc-Halbinsel.
Die Gemeinden unseres Partnerkirchenkreises sind vor
100-60 Jahren von US-amerikanischen Missionaren gegründet.
Sie finanzieren sich alle durch freiwillige Mitgliederbeiträge
nach US-amerikanischem Vorbild. Zu den Mitgliedern gehören
Angestellte, UnternehmerInnen, aber auch ArbeiterInnen
und Bauern, Bäuerinnen.
Große sozialdiakonische Herausforderungen, an denen
die STC zur Zeit arbeitet, sind die Ernährungssicherung
auf der Bondoc-Halbinsel sowie der Aufbau eines elementaren
Gesundheitswesens im ländlichen Raum. Jugendliche haben
einen festen Platz in den Gemeinden und in der Conference
(Christian Youth Fellowship, 14-28J.) und sind satzungsgemäß
in den Leitungsgremien vertreten. In Gottesdiensten
und kirchlichen Veranstaltungen sind sie sehr präsent.
Die Partnerschaft zwischen Duisburg Süd und der Southern
Tagalog Conference besteht mittlerweile seit über 10
Jahren. Zwei philippinische Delegationen waren seither
in Duisburg (1993, 2000) und zwei deutsche in den Philippinen
(1998, 2003). Sowohl in Duisburg als auch in der STC
wird die Partnerschaft von je einem Trägerkreis koordiniert,
der sich regelmäßig trifft.
Auch wenn wir unsere Partner in der STC immer wieder
finanziell unterstützt haben und dies auch noch tun,
soll die Partnerschaft eigentlich mehr sein. Wir wollen
lernen, was es bedeutet, in der einen Welt an völlig
verschiedenen Orten, in ganz anderen Kulturen als Christen
zu leben. Für uns kann es immer wieder spannend sein,
mit wie wenig materiellem Aufwand es gelingen kann,
ein vitales, ansprechendes und geistlich anspruchsvolles
Gemeindeleben auf die Beine zu stellen.
Jugendliche sind die Zukunft beider Kirchenkreise.
Daher ist es notwendig, Verbindungen zwischen der jungen
Generation beider Kirchenkreise zu schaffen. Die Jugend
der STC hat diesen Wunsch mit großem Nachdruck geäußert.
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