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Die Philippinen bestehen aus über 7100 Inseln,
wovon rund 880 bewohnt sind. Die wichtigsten sind Luzon
im Norden und Mindanao im Süden, dazwischen liegt die
Inselgruppe Visayas. Zusammen bildet das Archipel ein
Territorium, das insgesamt etwas kleiner als Deutschland
ist und auf dem auch ungefähr ebenso viele Menschen
leben (81 Millionen).
Nicht nur Regierung und Wirtschaft konzentrieren
sich auf die Hauptstadt Manila, auch ein großer Teil
der philippinischen Bevölkerung lebt hier. Niemand weiß
genau zu sagen, ob es 10 oder 15 Millionen Einwohner
sind, denn täglich kommen neue Leute vom Land hinzu,
die oft auf Brachflächen illegal ihre Behausungen errichten.
Die Armut in den ländlichen Regionen ist eines der größten
Entwicklungsprobleme der Philippinen.
Das tropische Land, das nur wenig nördlich des Äquators
liegt, wird regelmäßig von Naturkatastrophen bedroht.
Die Philippinen liegen in einer erdbebengefährdeten
Zone mit zwölf aktiven Vulkanen. Hinzu kommen in der
Regenzeit Wirbelstürme und Überschwemmungen.
Die Mehrheit der Filipinos gehört zur malaiischen
Volksgruppe. Etwa 10 % der Bevölkerung gehören zur Minderheit
verschiedener Ureinwohnergruppen. Dazu kommt ein geringer
Teil von Nachkommen chinesischer, europäischer und nordamerikanischer
Einwanderer.
1521 entdeckt Magellan die Inselgruppe für die Spanier.
Sie wird später nach Philipp II, König von Spanien,
benannt. Bis 1898 sind die Philippinen spanische Kolonie,
verwaltet durch das Vizekönigreich Mexiko. Nach Unruhen
und Unabhängigkeitsbestrebungen Ende des 19. Jahrhunderts
übernehmen 1898 die USA die Rolle als Kolonialmacht,
bis die Philippinen 1946 formal unabhängig werden.
Das Erbe der Kolonialzeit, wie zum Beispiel die ungleiche
Landverteilung, bietet auch in der Zeit nach dem Zweiten
Weltkrieg Konfliktstoff. Der Diktator Ferdinand Marcos,
der von 1965 bis 1986 an der Macht ist, bereichert vor
allem sich selbst und setzt sich wenig für die notleidende
Bevölkerung ein. In dieser Zeit verschärfen sich dazu
die Konflikte zwischen Moslems und Christen auf der
Insel Mindanao. Auf Marcos folgen die demokratisch gewählten
Präsidenten Corazon Aquino, Fidel Ramos, Joseph Estrada
und Gloria Arroyo, denen es aber ebenfalls nicht gelingt,
an die Entwicklungserfolge anderer Staaten Südostasiens
anzuknüpfen.
Die Philippinen sind der einzige asiatische Staat,
in dem die Bevölkerung überwiegend christlich (90%)
ist. Über 80 % sind katholisch – eine weitere Hinterlassenschaft
der Spanier. Der Protestantismus wurde gezielt durch
US-Amerikaner Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt.
Verschiedene protestantische Kirchen schlossen sich
1948 zur Vereinigten Kirche Christi auf den Philippinen
(UCCP) zusammen. Auf den gesamten Philippinen gehören
etwas 500.000 Christen dieser Kirche an.
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